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Bakterien binden Uran aus Trinkwasser

Mit Hilfe von feinen Härchen, den sog. Pili sind Bakterien in der Lage, Uran und andere Metalle in Wasser zur Energiegewinnung zu nutzen. Dabei werden die Stoffe gebunden und können sich weniger stark verbreiten.

Amerikanische Forscher der State Michigan University konnten jetzt die Vermutung belegen, dass manche Bakterien mit Hilfe von sehr dünnen Auswüchsen aus Proteinen Energie gewinnen können. Die Schwierigkeit bei der Erforschung bestand darin, die passenden Lebensbedingungen für die Einzeller zu schaffen, damit sie auch die Pilus (lateinisch für Haar, Faser) genannten Strukturen ausbilden.

Mit den Pili können Bakterien auch giftige Stoffe verarbeiten, ohne sie in ihren Körper aufnehmen zu müssen. Dabei geben sie Elektronen ab und das Metall - wozu auch das radioaktive Uran zählt - wird dabei reduziert, die Einzeller gewinnen dabei Energie. Reduzierte Metalle bilden Aggregate, die sich nicht mehr im Wasser lösen und sich absetzen.

Jetzt soll erforscht werden, wie sich dieser Mechanismus nutzen lässt, um beispielsweise in Fukushima Radioaktivität an der Ausbreitung zu hindern. Dazu sollen jetzt nicht mehr lebendige Organismen, sondern die Pili, deren Synthetisierung die nächste Aufgabe darstellt.

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