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Chemische Selbstreinigung der Luft ist robuster als gedacht

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Schadstoffe wie Methan werden durch Hydroxyl-(OH)-radikale abgebaut. Deren Konzentration in unserer Atmosphäre wurde anhand einer neuen Messung als sehr stabil befunden. CO2 ist davon aber nicht betroffen.

Es scheint, das wir ein wenig Glück im Kampf gegen den Klimawandel haben.  Das Hydroxyl-(OH)-radikal ist in unserer Atmosphäre einer der wichtigsten Reaktionspartner für alle Treibhausgase außer von CO2. Bisherige Forschungsergebnisse ließen auf starke Schwankungen der Konzentration dieser kleinen chemischen Treibhauspolizei aufgrund des menschenverursachten Ausstoßes von Treibhausgasen schließen.

Neue und nachweislich verlässlichere Messungen seit 1998 zeigen jetzt, dass die OH-Konzentration viel stabiler ist als vorher geglaubt. Schadstoffe wie Methan werden dadurch gebunden und können ungefährlich (für das Klima) abregnen. Das heißt aber nicht, dass wir aus dem Schneider sind, nachdem das meistproduzierte Treibhausgas, CO2, eben nicht von OH-Radikalen gebunden wird. Außerdem sollten wir den Regen nicht noch weiter ansäuern.

Thorsten Feichtner

Quellenangabe:
Steve A. Montzka et al.: Small Interannual Variability of Global Atmospheric Hydroxyl. Science 331, 67 (2011)

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