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DPG-Bericht:Energiekonzept der Bundesregierung sehr optimistisch

Auf der DPG-Frühjahrstagung hielt Prof. Manfred Popp vom KIT, welcher selbst in den 70er Jahren an der deutschen Energiepolitik mitgearbeitet hat, einen Übersichtvortrag über das neue Energiekonzept der Bundesregierung. Nach seiner Einschätzung sind die gesetzten Ziele sehr optimistisch und mit hoher Wahrscheinlichkeit so nicht erreichbar.

Zu Beginn betonte er den Mut der Regierung, seit 20 Jahren wieder ein Energiekonzept zu veröffentlichen, obwohl klar ist, dass es ungeachtet des Inhalts immer Kritiker geben wird. Des Weiteren betonte er die Umgewichtung der Prioritäten: ging es früher gleichwertig um Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz, ist heute eindeutig der Klimaschutz die wichtigste Maßgabe.

Schritt für Schritt ging Prof. Popp die geplanten Schritte durch und zeigte auf, dass die meisten Pläne, wie zum Beispiel die Vervierfachung der Windenergie-Nutzung, nur mit immensem logistischen, technologischen, politischen und wirtschaftlichen Ressourcen zu bewerkstelligen sind. Dass das so erreicht wird, sei sehr unwahrscheinlich.

Einige Technologien werden gar nicht berücksichtigt, zum Beispiel die Photovoltaik oder die Geothermie, andere werden mit einbezogen, obwohl ihr Nutzen noch nicht endgültig bewiesen ist. Dazu gehört auch die Speicherung von CO2 und dessen Speicherung in der Erde. Nichts desto trotz lobte er die Ambitionen, die diese konservative Regierung hegt.

Das Energiekonzept der Bundesregierung gibt es umsonst zum Download unter dieser Adresse: http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Energiekonzept/energiekonzept.html

Thorsten Feichtner

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