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Gibt es bald das Abwasserkraftwerk?

Klärwerke können chemische Energie aus Abwässern gewinnen, und zwar genug um mindestens sich selbst autark zu versorgen. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die am 5. Januar in der Zeitschrift „Environmental Science and Technology“ von britischen Forschern veröffentlicht wurde.

Immer mehr wird unser Müll zur Ressource. Nicht nur, dass wertvolle Metalle aus alten Mülldeponien wiedergewonnen werden sollen, jetzt gibt es auch Anlass zur Hoffnung, dass unsere Abwässer zur Energiegewinnung nutzbar sind.

In der hier vorgestellten Studie geht es nicht um mechanische Energie, welche durch das Gefälle erzeugt wird, oder die Abwärme, wenn die heiße Badewanne im Abfluss verschwindet. Es geht um die chemische Energie, die durch Verbrennung oder Umsetzung der organischen Reste durch Bakterien und Pflanzen entsteht.

Mit Hilfe von mikrobiellen Brennstoffzellen, welche Strom aus dem Stoffwechsel von Bakterien erzeugen können fanden die Forschen von der Universität in Newcastle heraus, dass sich pro Liter Abwasser im Schnitt 7,6 Kilojoule Energie gewinnen lassen. Mit einem Wasserverbrauch von etwa 120 Liter pro Person und Tag lässt sich errechnen, dass sich ein Klärwerk, welches sich diese Energie zu Nutze machen kann, auch selbst versorgen kann – besonders, da in industriellen Abwässer sogar bis zu 16.8 kJ/l befinden.

Thorsten Feichtner

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