Sie sind hier: Startseite News In Gestein gepumpte Abwasser ...
« Juni 2017 »
Juni
MoDiMiDoFrSaSo
1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930

  Werbung:

co2freier Webspace bei prosite.de

 

In Gestein gepumpte Abwasser ...

... könnten Erdbeben auslösen. Das jedenfalls lassen Messungen nahe einer "Abwasser-Fracking"-Bohrung bei Youngstown, Ohio in den Vereinigten Staaaten vermuten.

2011 endete mit einem weiteren Hinweis auf die negativen Umwelteinflüsse des „Fracking“, also des Pumpens von Flüssigkeiten in tiefe Gesteinsschichten. In Youngstown, Ohio, USA erlebten die Einwohner zu Weihnachten und Sylvester jeweils ein Erdbeben. Hauptverdächtiger für Ereignisse, bei denen niemand ums Leben kam, ist in Sandstein gepumptes Abwasser, welches von der „Recycling“-Firma Northstar (http://northstarrg.com/) im Auftrag von Ölfirmen beseitigt wird.

Fracking ist die inzwischen etablierte Bezeichnung für „hydraulic fracturing“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Hydraulic_Fracturing), wobei eine Flüssigkeit in tiefe Schichten von Gestein gepumpt wird, um diese aufzubrechen und durchlässiger zu machen. So werden heutzutage in Amerika 90% aller Gasbohrungen aufbereitet. Doch die Methode ist nicht unumstritten und viele Folgen sind noch nicht hinreichend erforscht. So geraten zum Beispiel giftige Stoffe, aber auch die Gase selber ins Trinkwasser (siehe den Dokumentarfilm „Gasland“ http://gaslandthemovie.com/)

Jetzt kommt wahrscheinlich auch noch Erdbebengefahr zu den negativen Auswirkungen hinzu. Das Lamont–Doherty Earth Observatory der Universität Columbia konnte die Quelle der Erschütterungen in 800 Meter Entfernung der Northstar Bohrstelle lokalisieren. Das ist die Entfernung von einem Fracking-Ort, in der auch Wasserhähne Methan führen und Brunnen angezündet werden können. Vollkommene Sicherheit besteht bei diesem Befund noch nicht, jedoch ist das Gebiet um Youngstown früher nie für Erdbeben bekannt gewesen.

Artikelaktionen