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Vom Menschen erzeugte Aerosole begrenzen Klimaerwärmung

In den letzten zehn Jahren stellten Kimaforscher eine Abschwächung in der Klimaerwärmung unseres Planeten fest. Eine Arbeit amerikanischer und französischer Wissenschaftler gibt jetzt einen mögliche Ursache dafür an: Aerosole.

Aerosole sind kleinste Partikel, die frei in der Erdatmosphäre schweben. Damit beeinflussen sie auch die Menge der Energie, die von der Sonne in unser Ökosystem eingestrahlt wird und infolge dessen auch den Klimawandel.

Aerosole werden zum Beispiel von Vulkanen ausgestoßen. Der Ausbruch des Pinatubo im Jahr 1991 kühlte fast ein ganzes Jahr das Weltklima. Besonders effektiv sind dabei Schwefel-Oxide, die bis in die Stratosphäre gelangen. Dort wandeln sie sich in Schwefelsäure um, bilden kleinste Tröpfchen und reflektieren einen Teil des Sonnenlichts ins Weltall zurück.

Seit 10 Jahren messen Klimaforscher einen langsameren Anstieg der weltweiten Temperaturen obwohl es keinen größeren Vulkanausbruch in diesem Zeitraum gab. Die Schwefelkonzentration in der Atmosphäre ist aber weiterhin hoch und hält Sonnenenergie ab. Statt natürlicher Quellen gelten Verbrennungsprozesse menschlichen Ursprungs als Ursache. Besonders Chinas Energiehunger und die dadurch folgende "schmutzige" Verbrennung riesiger Kohlemengen sorgt wohl großen Eintrag von Aerosolen in die Stratosphäre.

Leider ist das keine dauerhafte Lösung unserer Klimaprobleme. Die freigesetzte Menge an klimaschädlichen Gasen ist ebenfalls sehr hoch und diese wirken auch noch in 50 Jahren, während Aerosole aus Schwefel nach einem Jahr verschwunden sind.

Mehr:
S. Solomon
,J. S. Daniel,R. R. Neely III, J. P. Vernier, E. G. Dutton,and L. W. Thomason: The Persistently Variable “Background” Stratospheric Aerosol Layer and Global Climate Change Science 21 July 2011: 1206027Published online 21 July 2011 [DOI:10.1126/science.1206027]

 

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